spiel/stück

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spiel/stück

2011, Luzern (CHE)
Vier-Kanal Sound-Performance mit Beatrice Dobler

digitale und analoge Instrumente (selbstgebaute Kontaktmikrofone, Spielzeuge, Schallplatten, Rasierer, Nadeln)

 

In der Vierkanal-Installation wird die Atmosphäre eines Kinderzimmers geschaffen. Bei näherem Hinblick ist diese Welt aber nicht all zu heil. Trashige Lichterketten mit Flugzeugen und kaputte Spielzeuge liegen um den zentralen Spieltisch, an dem gespielt wird. Figuren werden aus ihrem Kontext genommen und deren Rollen hinterfragt. Eine männliche Actionfigur dreht sich auf einem nicht funktionierenden Plattenspieler, so wie eine sich in der Schmuckkiste drehende Ballerina. Auch der Ton kreist um die Menschen, so wie die Figur auf dem Plattenteller. 

Da auch die analogen Klangobjekte digital verfremdet werden, entsteht ein Dialog. Durch Vermischung und Austausch der digitalen und analogen Ebene wird das vorhandene Klangmaterial neu interpretiert. Das Vorgehen folgt dem intuitiven Handeln, dennoch ist eine gewisse Dynamik vorbestimmt. Das Spiel steigert sich langsam bis zur Zerstörung der Instrumente oder bis diese so klingen. Am Ende kann man die Spuren, die dieses Spiel hinterlassen hat, an der Platte ablesen. Sie ist extrem zerkratzt und fast zerstört.